Archiv für Mai, 2010
Abendessen
Heute haben wir die Abendessen-auf-dem-Dach-Saison eröffnet
In der Schüssel ist Reis mit Minze und in der zweiten Tofu mit Karotten, Ananas und Kokosmilch.
Geredet haben wir über Essen, Geschmack, Hunger, ¹-Welt, Life-Style, die Inseln und was morgen kommen könnte.
Woher stammt das Foto
Am vergangenen Wochenende war “Kunst offen” in und um Greifswald. Ich war auf dem Heimweg aus Klein-Karrendorf, von lecker Kuchen, Wein und Reisegeschichten. Wer es verpasst hat, soll auf das nächste Jahr hoffen.

Nachtrag zum Bürgerforum
Anfang des Jahres gab es in Greifswald ein Bürgerforum. Ich wurde zufällig ausgewählt und habe mir die Gelegenheit nicht entgehen lassen, ganz im Sinne von Partizipia – dabei sein ist alles.
Wir haben ein Bürgergutachten verfasst und wir haben es unseren lokalen Politikern überreicht, damit sie wissen was der Bürger so denken kann, nicht jeder aber die welche teilgenommen haben.
Die Reaktionen aus der Greifswalder Bürgerschaft, der Politik sowie des so genannten Klimaschutz-Bündnisses-2020 sind bisher eher spärlich, beinahe ängstlich würde ich sagen.
Das Gutachten und das Wichtigste zum Forum wurde zusammen getragen und kann hier nachgelesen werden.
Hörst Du morgens Radio?
und hörst Du Musik? – manipulierst Du Dich mit Musik? – auch absichtlich?
Was ist mit mir? Ich möchte mit “Ja, Ja, Ja,…Ja” antworten, muss dies allerdings als Zitat kennzeichnen, so ich bin es nicht!, oder doch?
Doch zuerst mal kurz ein “Blick zurück”. Heute morgen habe ich mich Musik manipuliert. Zuerst “Mr. Jones”, gefolgt von .., “Guaranteed” welches übrigens zwischen 02:40 – 04:40 eine sehr interessante Stelle passend zum Thema hat und dann noch mit meinem -all time- Favoriten “Common People”, yeah – what a manipulation? Jetzt bin ich erst mal frustriert, zwischendurch war da eine “Träne für diese Welt” und gleich werde ich mich mit eher belangloser Musik wieder gemütlich in den Tag schaukeln, oder vielleicht höre ich was -Schönes- > <. Was war gestern? Das Radio war aus, es lief keine Musik, keinen Moment den ganzen Tag lang. Ich habe diesen Blog überarbeitet. Es war nicht so wichtig, dachte ich darüber und über mich und -eigentlich- müsste ich anderes tun. Hab ich aber nicht
, ich liebe Tage ohne vor-bedachten Sinn, sie füllen sich völlig selbsttätig, haben “Eine eigene Geschichte.” Vorletzte Nacht hat es angefangen dieses Nach-gedenke über Musik und Radio. Ich saß im Vereinscafé um die Ecke und dachte nach. Es war nicht meine Idee, wieder nicht Meins, es war das Nicht-Ich und ich gestehe es gleich hier wegen geistigem Eigentum und so, und der Originalität. Aber, was bin ich denn nun? Mich hat es zum nachdenken gebracht, ich war berührt, wovon? Argumente?
-Ma-ni-p[-]u-la-ti-on- klar, ich mache das mit mir, wenn ich schlechte Laune habe und sie nicht haben will, oder auch umgekehrt. An diesem Abend lief keine oder nur ganz leise Hintergrundmusik und es war sicher sehr angenehm für die gerade in Greifswald eingetroffenen -Participants- des kommenden Gristuf-Festivals. Viele Ursprungsländer, viele Dialekte, viele erste Gespräche, erste Eindrücke, vielleicht auch erste Zurückhaltung, Schüchtern- und Verschlossenheit.
Und dann tauchen sie auf, -die Sprechpausen-, unangenehme Sprechpausen. Keine Musik zum übertünchen, nichts zu sagen, für einen Moment haben wir uns nichts zu sagen. Was sagt das über uns, über diesen Moment und werden wir uns dem stellen? Ich war geschockt von dem Gedanken und das war es was mich zu einer Feldstudie und weiteren Untersuchungen bis hin zu diesem Blog-Artikel bewegt hat, -mich-. Ich generierte einfache Fragen und streute sie in die Runde. Hörst Du morgens Radio? Hörst Du gern Musik und welche? Manipulierst Du Dich mit Musik? Tust Du dies absichtlich? Die Antworten: Ja, ja, ja und die Erklärung, Entschuldigung, Rechtfertigung…aber warum Schuldgefühle? Viele neue Fragen und womit beschäftigt sich mein -ich- wenn ich Radio höre? Meine Antworten: Sicher vordergründig nicht mit mir, manchmal wasche ich das Geschirr, backe Brot oder sitze einfach nur da und lausche den Problemen der Welt, der -armen- Leute – somewhere, alles mögliche nur nie etwas über mich, im Radio. Irgendwann kommt -die Wende-, zurück zu mir, dann frage ich><mich. Was mache ich hier? und was hat das mit mir zu tun?, was habe oder kann ich beitragen?, was ist mein Teil?, oder was mache ich zu meinem, zu mir? Inhaltlich, oft Kultur -als Ausdruck-, Probleme der Region, Umwelt- und Energiefragen, aber an diesem Abend mal wieder ein Buch. Ich habe zuerst im Radio davon gehört, Helenes Axolotl, ich habe es gelesen, komplett! Ich finde es gut – sehr gut! Es hat nichts mit mir zu tun, vielleicht deswegen. Ich mag ihre Sprache, ihre Sätze ihre Worte. Es ist mehr als -bloggen-, viel mehr. Ich habe auch kein Problem mit der Förderung von kreativen Menschen, jung sein ist kein Exklusions-Kriterium, weder noch Berlin, Berghain oder Volksbühne, Brecht- oder Airen-Leser, der Kulturkosmos um Castorf, Pollesch und Schlingensief auch nicht, wenn einer dann der von Bohlen & Co. Hallo Deutschland, was ist hier noch Kultur? Und was ist Original? Helene, 17 Jahre: “Originalität gibt es sowieso nicht, nur Echtheit.” und ich finde das soll man erst mal fassen -vollständig- und da-nach-wirken lassen. Originalität und Echtheit, Radio und Musik, ich sag ja zu allem, manchmal mag ich auch einfach nur den Vogel vor meinem Fenster hören oder -Stille-. Natürliche Geräusche und die Stille -glaube- ich als besonders schützenswerte Güter. Es war -mein- Beitrag als ein paar Tage zurück unser Prof. in Umweltethik fragte, welche Natur-Güter besonders wichtig für uns sind.
Aussichten für Morgen: ich werde mal wieder nicht über mich nachdenken und ich weiche mir aus (werde es versuchen), schaukle mich in den Tag vielleicht mit Dradio-Kultur, ersehne eine unangenehme Sprechpause ohne Hintergrundmusik, ich bin anders und ich bin nicht Deutschland, aber dafür sehr gerne!
Und übermorgen sage ich nein zu allem!
Beiträge vom “nicht-Ich”: PeterLicht, Lebewesen, Counting Crows, Eddie Vedder, Pulp, früheres-ich, Blumfeld, Helene Hegemann, K. – die geheime Initiatorin der gesamten GedankenSchleife







