Knut ist tot

er ist ganz plötzlich gestorben und die Wissenschaftler und Mediziner wollen ihn obduzieren – um heraus zu finden woran es lag. Ich bin auch fast Wissenschatfler (formell noch nicht ganz) aber ich weiß schon, er ist vor Gram gestorben. Viele Berliner sind zum Zoo gegangen um sich zu verabschieden und ich hoffe sie nehmen Kerzen, Blumen und Kränze mit. Zum einen für Knut und zum zweiten für seine Gram. Es ging vermutlich um die Polkappen, die wir gerade abschmelzen mit unserem unermüdlichen Hunger nach Energie, Energie die wir so dringend nötig haben. Wir brauchen sie für unsere Energie-intensiven Industrien, mit ihren Waffen-, Stahl-, Glas-, Beton-, Medizin- und Müll-produzierenden Arbeitsplätzen, damit wir Aufgabe und Sinn in unserem Leben stiften. Abends sitzen wir dann vor dem Ökostrom-betriebenen Fernseher und übertönen das Nachbeben, welches wir mit unserer Geschäftigkeit im Tageslauf erzeugt haben, mit Bildern und Tönen, Schreie von den Brandherden des Planeten, bei Bier oder Wein mit Chips oder Bioobstsalat und schwarzer Schokolade.
Knut weiß was wir gerade machen und alle seine Freunde auch. Ich frage mich oft warum die meisten vergessen haben, was sie als Kinder einmal lernten. Die Pinguine erzählen es den Möwen und Fischen und die erzählen es weiter uns so erfährt es irgendwann auch Knut. Er weiß das wir seine Welt, seine Heimat zerstören, auch wenn er sie selbst nie kennen lernen durfte, er weiß es und ich brauche keine Obduktion um das zu verstehen. So, bitte bringt viele Kränze für Knut und seine Heimat und baut ein Mahnmal für Fukushima, die Polkappen und Knut, aber morgen, morgen geht wieder arbeiten, baut Erdbeben-sichere Superhochäuser, transportiert, handelt oder zerbomt irgendwelche Sachen die ihr mögt oder auch nicht und abends könnt ihr euch vor dem Fernseher daran erfreuen was ihr erreicht habt. Bye Bye Knut
Display-Bug
Die Protokolle müssen warten, da es ein kleiner Bug irgendwie geschafft hat in mein Display zu kriechen (und ich meine richtig rein).
Erst dachte ich das ist ein komischer Witz, als da ein paar Pixel hin und her liefen und sobald ich drauf drückte war es vorbei. Wegwischen war nicht möglich, so musste der TFT-Monitor auseinander gebaut werden. Leider gibt es nur wenig hilfreiche Bermerkungen in den Foren, so wie etwa: ‘Ich würde ihn zum Computerspezialisten meines Vertrauens bringen, da man selbst so viel Schaden anrichten kann’ oder bei den heutigen Preisen ‘Kauf dir doch einen Neuen’. Naja, da ich nicht wirklich denke, dass der Computerspezialist meines Vertrauens je die Bauanleitung für meinen, in China von minderjährigen Computerspezialisten am Fließ-band zusammengebauten Monitor in die Finger bekommt, habe ich es einfach selbst versucht.

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Als erstes braucht man natürlich das richtige Werkzeug. Dann sollte auch klar sein, danach gibt es keine Garantie mehr und ein paar Kratzer sind immer drin. Wichtig ist, das man sie auch an der richtigen Stelle macht. Die Idee mit dem Löffel hat sich vorzüglich bewährt, für die Kratzer war es leider etwas zu spät.

Es empfielt sich natürlich auf die getrennten Kabel-verbindungen achten und alles genau dokumentieren, nachher soll ja auch alles wieder richtig zusammenbaut werden.

Ein bisschen Fingerspitzen-gefühl ist immer notwendig, sobald man sich an die Kleinteile wagt.
Und dann lag es endlich vor mir. Wenn der Raum relativ frei von frisch aufgewirbeltem Staub ist kann man endlich mal reinsehen.

In dem kleinen roten Kreis ist er, der Bug. Ich habe ihn einfach hinweggefegt, mit einem Tuch und jetzt kann ich endlich wieder klar-sehen. 
2 Wochen Hiddensee
In den letzten 2 Wochen war ich auf der Insel Hiddensee. Glücklicherweise konnte ich wieder im Birkenhaus wohnen. Im letzten Sommer habe ich schon einmal diesen Bungalow bewohnt.
Diesmal waren eine kleine Gruppe mit 7 Studenten und unserem Betreuer Dr. Meyercordt, wir haben bei ihm ein Pflanzenökologisches Praktikum absolviert. Das wird, ganz nebenbei, mein letzter Schein im Studium, jetzt ist fast alles vorbei.
Da ist unser Uni-Boot die MS Bornhöft, im Hafen von Kloster. Wir waren einen Tag mit der Barkasse unterwegs, natürlich nicht zum Spaß – sondern zum Daten sammeln.
Auf dem Gelände des ökologischen Institutes haben wir dann ein paar Messstationen aufgebaut, gemessen haben wir unter anderem die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit.
Mit den Glasröhrchen – wir nannten sie Evaporimeter und Transpirometer – kann man Vergleichsparameter zu Luftfeuchtig-keit erfassen, einfacher: Wie viel Wasser kann die Luft noch vertragen. Es war nicht so viel, das Wetter war, entgegen dem Anschein nicht besonders und das Wasser in der Luft meist tropfenförmig und vertikal beschleunigt.
Das Wetter im Boden war dagegen ziemlich konstant, wir haben die Temperatur und die Saugspannung gemessen.
Natürlich sind wir auch mal raus auf Exkursion gegangen und haben nicht nur die ganze Zeit auf dem Institutsgelände rumgelungert.
Wie es so war, haben wir auch dort gemessen und so die ganze Insel mit Sensoren bestückt.
Die Salzwiese haben wir natürlich nicht verschont, auch wenn der Eingriff auf dem Bild noch nicht erkennbar ist.
Zum Schluss noch ein ‘Blümchenfoto’, das ist die Stranddistel – eine Rote-Liste-Art, am besten sieht sie in ihrem natürlichen Lebensraum aus, obwohl sie gelegentlich auch Wohnzimmertische schmückt. Also, Bitte nicht pflücken!
Und jetzt sitze ich mit den ganzen Daten zu Hause und werden wohl die kommenden 2 Wochen auswerten und Protokoll schreiben.
PS: Man kann sich auch als Besucher für ein paar Tage auf der Biologischen Station aufhalten, die Chancen einen Schlafplatz zu bekommen sind, glaube ich zumindest, zur Zeit ziemlich günstig.
Abendessen
Heute haben wir die Abendessen-auf-dem-Dach-Saison eröffnet
In der Schüssel ist Reis mit Minze und in der zweiten Tofu mit Karotten, Ananas und Kokosmilch.
Geredet haben wir über Essen, Geschmack, Hunger, ¹-Welt, Life-Style, die Inseln und was morgen kommen könnte.
Woher stammt das Foto
Am vergangenen Wochenende war „Kunst offen“ in und um Greifswald. Ich war auf dem Heimweg aus Klein-Karrendorf, von lecker Kuchen, Wein und Reisegeschichten. Wer es verpasst hat, soll auf das nächste Jahr hoffen.

Nachtrag zum Bürgerforum
Anfang des Jahres gab es in Greifswald ein Bürgerforum. Ich wurde zufällig ausgewählt und habe mir die Gelegenheit nicht entgehen lassen, ganz im Sinne von Partizipia – dabei sein ist alles.
Wir haben ein Bürgergutachten verfasst und wir haben es unseren lokalen Politikern überreicht, damit sie wissen was der Bürger so denken kann, nicht jeder aber die welche teilgenommen haben.
Die Reaktionen aus der Greifswalder Bürgerschaft, der Politik sowie des so genannten Klimaschutz-Bündnisses-2020 sind bisher eher spärlich, beinahe ängstlich würde ich sagen.
Das Gutachten und das Wichtigste zum Forum wurde zusammen getragen und kann hier nachgelesen werden.








